Aktionen

Rad-Demo

Die nächste Rad-Demo wird aufgrund Corona ins Frühjahr verschoben.

Bürgermeister Lang betont konstruktive Zusammenarbeit mit ADFC

Die Stadt Lauf und der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.) haben zur Bürgerradtour eingeladen und gut 40 Radlerinnen und Radler sind dem Aufruf am Samstag, den 18. September 2021 gefolgt. Von der Erstklässerin über Jugendliche und Eltern(beiräte) bis hin zu Lehrkräften und Senioren radelten viele mit. Die Stadträtin Erika Vogel sowie Hr. Hammerlindl, der Radbeauftragte der Stadt Lauf, und natürliche zahlreiche Mitglieder des BUND Naturschutz und des ADFC waren auch dabei.

Bürgermeister Lang begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und übergab dann das Wort an Monika Hänelt, ADFC. „Man muss vom Rad fahren schon sehr überzeugt sein, wenn man in Lauf innerorts oft und viel mit dem Rad unterwegs ist.“ Mit dem Satz wies sie auf eines der beiden Themen der Bürgerradtour hin. Und so war die Route bis zur Bertleinschule ein richtiger Zickzackkurs auf Gehwegen mit „Rad frei“-Zeichen. Da die Straßenverkehrsordnung hier Schrittgeschwindigkeit vorsieht, stellte eine Teilnehmerin laut die Frage: „Warum sind wir dann überhaupt mit dem Rad unterwegs, wenn wir nur so langsam fahren dürfen?“ In den Gesprächen mit dem Bürgermeister Lang ging es dann auch klar darum, mit welchen Maßnahmen ein attraktives, zügiges und sicheres Radfahren innerorts erreicht werden könnte, denn: „Jeder Radfahrer bedeutet ein Auto weniger auf der Straße.“

Das dominierende Thema war die Schulradweg-Situation. Tatjana Mecklenburger, Elternbeiratsvorsitzendes des CJT-Gymnasiums, erläuterte mit Fakten und persönlichen Erfahrungen, wie wertvoll es ist, Kindern schon frühzeitig zu ermöglichen, mit dem Rad zu Schule zu fahren. Sie hat den Nerv der Zuhörerinnen und Zuhörer getroffen, denn ihr Rede wurde mit viel Applaus begleitet.

Denn: In Lauf sind die Schulwege mit dem Rad ganz klar zu gefährlich. Z.B. bringen Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, weil es kein sicheres Radfahren auf Bertlein-, Hardt- oder Daschstraße gibt. Sie verschärfen damit natürlich wieder genau diese gefährliche Situation mit ihrem Wagen. Hier sind Radfahrstreifen die Lösung.

Bürgermeister Lang betonte in seiner Rede an der Bitterbachhalle, dass er die Brisanz klar sieht und dass bereits Vorgespräche laufen. Viele Eltern und andere Bürger nutzen die Gelegenheit, ihn direkt zur Radwegsituation innerorts und besonders zu den Schulradwegen anzusprechen. Bei manchen drängte sich die Frage auf, ob es bürokratisch noch lange dauern wird oder ob andere Themen im Stadtrat mehr Priorität genießen.

Der ADFC fordert, dass die mitradelnde Erstklässerin noch während ihrer Grundschulzeit sicher, einfach und gefahrlos mit ihrem Fahrrad zur Schule kommt.

Monika Hänelt, ADFC Nürnberger Land

 

1. Raddemo in Hersbruck

Die Grüne Jugend Nürnberger Land hat am Wochenende ein Klimatreffen im Kulturbahnhof Hersbruck veranstaltet. Höhepunkt war am Sonntag eine Fahrraddemo durch die Stadt mit Kundgebung am Unteren Markt. Hier sprach Felix Erbe, Bundestagskandidat der Grünen für den Wahlkreis Roth/Nürnberger Land. Paul Messingschlager, Sprecher der Grünen Jugend, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz. Begleitet wurde die Raddemo auch von den Tourenguides des adfc Nürnberg fürs Nürnberger Land, Monika Hänelt und Wolfgang Loos. Ein ganz besonderer Dank geht an die Polizeikräfte, die die Raddemo hervorragend abgesichert und begleitet haben.

Video von der Veranstaltung von Wolfgang Loos hier:

 

ADFC und Stadt Lauf laden alle Bürger zur Bürgerradtour durch Lauf ein

Die Ortsbesichtigung mit dem Fahrrad startet am Samstag, den 18.9.2021 um 10 Uhr am Rathaus in der Urlasstraße. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger und auch Schülerinnen und Schüler. Zwei Themen sind der Schwerpunkt dieser Aktion: die Radrouten innerorts und die Schulwegsituation an der Bertleinschule bzw. am Schulzentrum (Mittelschule, Realschule, Gymnasium, Lebenshilfe, Montessori und Berufsschulen). Im Biergarten in Kuhnhof endet die Bürgerradtour gegen 11.15 Uhr. Hier besteht dann die Gelegenheit zum Gespräch mit dem radelnden Bürgermeister und den Stadträten.

Nach einer Begrüßung durch den Bürgermeister Thomas Lang und Monika Hänelt vom ADFC radeln alle in überschaubaren Gruppen los. Ordner sichern Anfang und Ende jeder Radgruppe. Unter anderem werden die Gehwege mit Radberechtigung entlang der Simonshofer Straße, Briver Allee, Altdorfer Straße, Röthenbacher Straße, Nürnberger Straße und Eschenauer Straße befahren.

Es gelten die aktuellen Corona-Regeln (3G-Regel, Maskenpflicht überall, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann; beim Radeln keine Maske).

Übergabe der Petition an Landrat Kroder

am Mittwoch, den 4. August 2021 im Landratsamt.

Siehe Presseartikel in der Pegnitzzeitung am 5. August 2021 und in der Hersbrucker Zeitung am 6. August 2021:

Forderung Lauf fahrradfreundlicher zu machen

Lauf - Radfahren gehört immer mehr zum gesunden und umweltverträglichen Mobilitätskonzept  in unserer Gesellschaft, sei es für Kurzstrecken, für kleine Besorgungen beim lokalen Handel, den Weg zur Schule, zur Arbeitsstelle, zu Ämtern oder für Ausflüge, Radtourismus und Radsport. Ein Trend, der mit der E-Bike-Welle wachsende Beliebtheit erfährt. Auch ein Fortbewegungsmittel ohne C02-Belastung für die Umwelt und ohne Parkplatzprobleme für die Radler selbst, im Gegensatz zum Autoverkehrschaos zu Stoßzeiten am unteren Marktplatz.

Wie bereits im vergangenen Dezember und April hatten die Veranstalter ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club), Bund Naturschutz, Bündnis 90/Die Grünen und ihre Mitstreiter zu einer dritten Rad-Demo zum Thema „sichere Radwege innerorts“ eingeladen. Ziel ist es, die lokale Politik für die Schwachstellen der aktuellen Infrastruktur für Zweiradfahrer weiter zu sensibilisieren. Eigentlich eine förderliche Initiative auch im Sinne der gegenwärtigen Aktionen wie Radl-Shopper pro Einzelhandel und Stadtradeln für ein gutes Klima.

Von der Polizei gut abgesichert rollte der klingelnde Tross unter Einhaltung der herrschenden Corona-Regeln vom S-Bahnhof Lauf links durch die Innenstadt bis zum Endpunkt am Heldenwiese-Parkplatz.

Für die Rednerin Nadja Thöner vom Bund Naturschutz geht es nicht darum, dem Autoverkehr noch mehr Vorfahrt auf Kosten anderer nachhaltigerer Bewegungsarten zu gewähren. Die fortschreitenden Zivilisationskrankheiten hängen nämlich stark mit der Art unserer täglichen Mobilität zusammen, einerseits mangelnder Bewegung gepaart mit falscher Ernährung.

Peter Kobras vom ADFC ging konkret auf die unzureichende Fahrradinfrastruktur entlang der alten B14 und auf die Unzulänglichkeiten der Hauptverbindungen Ost-West und Süd-Nord ein. Ebenso Wege durch die Stadt, die für Kinder, Senioren und nicht so sichere Radfahrer zur Herausforderung werden. Eltern würden täglich um das Leben ihrer Kinder bangen, wenn diese mit dem Fahrrad von Lauf links zur Realschule oder zum Gymnasium Lauf rechts unter aktuellen Bedingungen müssten. Ein nicht länger hinnehmbarer Zustand so Kobras.

Ein Online-Gespräch zwischen ADFC, Bund Naturschutz Ortsgruppe Lauf, dem Bürgermeister Thomas Lang und Teilen der Stadtverwaltung zeigte die Bereitwilligkeit, von Seiten des Rathauses die Situation zu verbessern.

Während Discounter in erster Linie auf das Auto setzen, weil sie den Kunden große Parkflächen zur Verfügung stellen, wäre eine verbindungssichere Fahrradinfrastruktur von Vorteil für die Geschäfte in der Innenstadt.

Daniel Decombe

Rad-Demo am 10. Juli um 11.30 Uhr

Sichere Radwege innerorts, die zum Radeln einladen

Jeder, der im Zentrum von Lauf Rad fahren möchte, soll sich sicher fühlen und angenehm und schnell ans Ziel kommen. Es gibt aber noch zu viele Radwegabschnitte, die gefährlich sind. Mit einer Rad-Demo machen die Organisatoren auf diesen Missstand aufmerksam und fordern zügigere Abhilfe mit kreativen Ideen. Es geht am Samstag, den 10. Juli 2021 um 11.30 Uhr wieder am Parkplatz des Bahnhofes Lauf links los. Natürlich gelten wieder die aktuellen Corona-Regeln. Dieses Mal wird die Ost-West-Radweg-Verbindung im Fokus stehen. Vielleicht denkt sich jetzt der Leser: Wo ist in Lauf ein durchgängiger Radweg zwischen Reichenschwand und Rückersdorf, also in Ost-West-Richtung? Es gibt gar keinen. Stimmt, und das soll sich ändern!

Schon bei der letzten Rad-Demo brachten die vielen Teilnehmer*innen den Autoverkehr zum Stocken. Es war eine Steigerung zur ersten Demo im Dezember 2020.
Auch die Vielfalt und Buntheit der Teilnehmer*innen und ihrer Räder hat zugenommen. Vom Tandem über Lasten-Hunde-Rad und den verschiedensten Fahrradanhängern war alles vorhanden.

Es geht um eine gerechte Aufteilung des Verkehrsraumes. Durch die Corona-Krise sind mehr Menschen zu Fuß und mit dem Rad unterwegs. In persönlichen Gesprächen als auch in den Medien ist es immer wieder Thema: Gern würden noch mehr Menschen das Auto stehen lassen, aber die Rad/Gehwege sich nicht mehr zeitgemäß. Hier drängen sich auf engem Raum Fußgänger, zum Teil mit Kinderwagen oder Hunden an Hundeleinen. Da entstehen auf Gehwegen mit Radfahrberechtigung schnell gefährliche Situationen mit Radlern, auch wenn diese vorsichtig fahren. Außerdem möchte ein Alltagsradler auf seinem Weg zur Arbeit nicht nur 5-7 km/h fahren. So viel ist aber nur auf dem genannten Gehweg erlaubt. Logisch, dass dann Radler ganz legal auf die Straße ausweichen. Hier werden sie aber dann häufig angehupt (Kunigundenstr., Nürnberger Str., Röthenbacher Str., ...), weil die Autofahrer meinen, sie sollten doch auf dem Radweg fahren. Nur: Der vermeintliche Radweg ist ein Gehweg mit Radfahrerlaubnis. Keiner würde von Autofahrern fordern, dass sie nur 15 – 20 km/h fahren, auch das Orga-Team der Rad-Demo nicht.

Die Rad-Demo hat das Ziel: Sichere Radwege innerorts, auf denen die Radler*innen zügig und ohne gefährliche Situationen ans Ziel kommen.

Unterstützerkreis: ADFC, BUND Naturschutz, Bunte Liste, das Bündnis 90/Die Grünen Ortsverbände Lauf und Schwaig sowie die Grünen Nürnberger Land, eBike Maass, Lauf, Freie Wähler, Lauf und DAV Feucht.

Monika Hänelt, ADFC und Radwegpatin

Zweite Rad-Demo in Lauf brachte den Autoverkehr ins Stocken

Mit viel Spaß, guter Laune und unter dem Schutz unserer Polizei starteten ca. 70 Fahrraddemonstrant*innen am Parkplatz Bahnhof links. Es ist Samstag, der 10. April 2021 11.30 Uhr. Dr.Ing. Bernd Bitterlich vom BUND Naturschutz begrüßt alle Teilnehmer*innen und weist auf die AHA-Regeln und die Besonderheiten einer Rad-Demo hin. Der wolkenverhangene Himmel drohte mit leichtem Regen, aber alle blieben trocken. Von Kind und Hund über Liegetandem und zahlreichen Rad-Anhänger war wieder Vielfalt geboten. Da demonstrierende Radler*innen durchblicken, hielten alle die Coronaregeln ganz selbstverständlich ein.

Für alle, die sich in Lauf auskennen oder eine Karte vor Augen haben: Hier die Route: Bahnhof Lauf links – Altdorfer Str. – Kreisel – Luitpoldstr. – Nürnberger Str. – Saarstr. – Falknerstr. - Marktplatz* - Saarstr. – Simonshofer Str. – Karl-Sauer-Str. – Heuchlinger Hauptstr. – Hersbrucker Str. – Simonshofer Str. – Urlasstr. – Rathaus Es tut der Seele eines Radlers gut, mit Platz sicher und gemütlich auf der Straße zu fahren. Versuchen Sie einmal die gleiche Strecke entsprechend der Straßenverkehrsordnung als Radfahrende*r zu bewältigen! Große Strecken dieser Route sind einer „Fahrradfreundlichen Kommune Lauf“ einfach unwürdig.

* Am Marktplatz kam alles zum Stehen: Grund waren die zahlreichen Autos, deren Fahrer dort gern und ausgiebig kreisen, um einen Parkplatz zu finden. Es ist wieder eindeutig: Mit einem Rad oder den öffentlichen Bussen kommt jeder einfach und sicher zu den verschiedenen Einzelhändlern. Natürlich sind Parkplätzen für Schwerbehinderte noch eine wichtige Ergänzung.

Die Atmosphäre am Marktplatz wäre dann entspannt bei gleichzeitig guten Umsätzen des Handels und der Dienstleister.

Am Rathaus angekommen hielten Peter Kobras vom ADFC und Dr.Ing. Bernd Bitterlich vom BUND Naturschutz ihre treffend aufgebauten Reden. Da sie den Radler*innen aus dem Herzen sprachen, kam es bei beiden immer wieder zu kräftigem Applaus.

Kobras beschreibt anschaulich die West-Ost-Verbindung, die einem Flickenteppich gleicht und oft gefährlich ist. In der Gegenrichtung gibt es gar keinen Radweg.

Genauso schlecht kommt die Süd-Nord-Verbindung weg: meist mit vielen Fußgängern auf ihrem Gehweg zusammengedrängt entlang der Simonshofer Str. und der Briver Allee oder im Zickzack-Kurs durch Altdorfer Str., Johannisgasse über den Marktplatz zum Bahnhof rechts. Hier ist in der Unterführung Rad schieben angesagt. Zügig sieht anders aus! Und das in einer Stadt, die das Label „Fahrradfreundliche Kommune“ trägt. Kobras fordert, dass die Politiker*innen das Rad als wichtiges Verkehrsmittel ernst nehmen und nicht nur als Freizeitgerät für den Sonntagnachmittag sehen.

Bitterlich zeigt während seiner Rede einen mehr- und beidseitigen Ausdruck: Aktive Radler*innen vom ADFC und BN haben die gefährlichen Radweg- und Straßenstücke in Lauf zusammengetragen und Lösungen für jede einzelne Stelle gleich mitgeliefert. Laut Meinung der grünen Kreis- und Stadträtinnen wird es eine wichtige Grundlage sein, um an dieser Thematik weiterzuarbeiten. Seine Vision hat Bitterlich am Ende seiner Rede noch hochgehalten: eine ringförmige, einspurige Einbahnstraße für die Autofahrer (Luitpoldstr. – Nürnberger Str. – Briver Allee.- Altdorfer Str.). Die freigewordene Fahrspur gehört jetzt dem Radverkehr. Die Fußgänger*innen können sich auf ihren Gehwegen wieder ungestört bewegen.

Zahlreiche grüne Stadt- und Kreisrätinnen aus Lauf, Röthenbach und Schwaig haben durch ihre Teilnahme die Wichtigkeit des Ziels der Demo deutlich gemacht: „Lösungen für die gefährlichen Radweg- und Straßenabschnitte“.

Als Abschluss warfen Hänelt (ADFC) und Bitterlich den Ausdruck „Gefahren und Schwachpunkte Radverkehr Lauf zusammen mit den Positivbeispiele in Nürnberg“ (mit Schleife verziert) in den Briefkasten am Rathaus. Der Bürgermeister hatte die Einladung hier die Demo in Empfang zu nehmen abgelehnt, Dafür aber eine Videokonferenz angeboten. ADFC und BN werden teilnehmen.

Monika Hänelt

Video und Fotos von unserer 2. Demo am 10. April 2021

Wir treten in die Pedale - für ein fahrradfreundliches Nürnberger Land

Eine Radl-Demo mit Online-Petition in Lauf? So etwas hat es noch nie gegeben.
Am Samstag, 5. Dezember 2020 um 11.30 Uhr am Park- und Ride-Parkplatz am "Bahnhof links" ging es los.
Die Demo-Route führte „im Bogen“ durch Lauf zum Marktplatz und endete mit einem Thesenanschlag am Landratsamt in der Waldluststraße.

Wofür treten alle in die Pedale? Für ein fahrradfreundliches Nürnberger Land.

In der Online-Petition kann jeder unterschreiben. Diese finden Sie hier:

Falls wegen Corona keine Radl-Demo stattfinden darf, wird die Online-Petition ein wichtiges Argument zur Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit im Nürnberger Land sein.

Eigentlich ist es ganz einfach: Durch die Corona-Krise fahren viel mehr Menschen Rad – sogar im Winter. Jeder Radfahrer „spart“ ein Auto auf der Straße und im Stau vor der Ampel. Er leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und ist signifikant weniger krank – gerade im Winter. Der Trend ist unübersehbar. Nachweislich würden gern noch mehr Menschen in die Pedale treten. Die Rahmenbedingungen müssen daher weiterhin verbessert werden, auch wenn zurzeit die Finanzen corona-bedingt knapp sind.

Für die Online-Petition hat sich ein breiter Unterstützerkreis gebildet:

  • ADFC-Kreisverband Nürnberg und Umgebung e.V.
  • BN Hersbruck
  • BN Kreisgruppe Nürnberger Land
  • BN Lauf
  • Grüne Hersbruck
  • Grüne Lauf
  • Grüne Schwaig
  • Grüne Nürnberger Land


Ende Juli fand eine offizielle „Bereisung“ (= der Ist-Zustand wird mit dem Fahrrad erkundet) statt. Das Zertifikat „Fahrradfreundlicher Landkreis“ schien greifbar nahe. Die Prüfungskommission sah viele gute Ansätze. Drei Mängel müssen noch beseitigt werden: die Erhöhung der Radfahrerzahl auf 11-13 % (bis zu einem selbst festgelegten Zeitpunkt), ein ordentlicher Winterdienst für die Radwege und die Umsetzung des Zehn-Punkte-Plans (auch bis zu einem selbst festgelegten Zeitpunkt). Der beinhaltet unter anderem neue Abstellmöglichkeiten, bessere Wegmarkierungen und Baumaßnahmen. Außerdem empfahl die Kommission den Räten, weiter an der Radschnellverbindung zwischen Nürnberg und Lauf zu arbeiten. Ganz einfach ausgedrückt: Der Kreistag soll nur festlegen, bis wann er die Mängel beseitigt.

In der Septembersitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Landwirtschaft des Kreistags hätte dann die zeitnahe Umsetzung der Verbesserungen beschlossen werden können.

Das Landratsamt hatte keinerlei Informationen über die Ergebnisse der Bereisung bei dieser Sitzung an die Kreisräte weitergegeben. Wichtig ist es, sich vor Augen zu halten, dass in der Corona-Krise besonders viele Menschen das Rad bevorzugen. Da ist es ein Fehler, die Maßnahmen auf die lange Bank zu schieben. Schon jetzt kollidieren immer wieder die Interessen von Fußgängern und Radlern auf gemeinsamen Wegen. Der Weg zur Schule wäre für die Jugendlichen gut mit dem Rad zu machen, wenn da nicht die vielbefahrene Straße wäre. Die Kleidung hat der Rad fahrende Berufspendler optimal auf den Winter vorbereitet, doch dann scheitert die Fahrt bei Neuschnee oder Glatteis am fehlenden Winterdienst. Die Radl-Demonstranten wollen Landrat Armin Kroder und die Kreisräte zu einem Umschwenken bewegen.

Die Banner für einen öffentlichkeitswirksamen Thesenanschlag am Landratsamt liegen schon bereit. Im Einzelnen lauten die Forderungen:

Gemeinsam für ein fahrradfreundlicheres Nürnberger Land.

  • Mehr Sicherheit durch eindeutige Markierungen und Beschilderungen
  • Zügige Umsetzung des Radverkehrskonzeptes anhand einer Zielplanung
    - Ausreichendes hauptamtliches Personal zur Umsetzung des Radverkehrskonzeptes
    - Fertigstellung der Planung des Radschnellwegs Nürnberg-Lauf durch den Landkreis
    - Lücken im bestehenden Radwegnetz schließen und Druck auf überörtliche Träger ausüben
    - Jährlich steigendes Budget im Haushalt des Landkreises zum Ausbau / Planung von Radwegen
  • Gerechte Aufteilung des Straßenraums zwischen allen Verkehrsteilnehmern
    - Lösungssuche für die Radverkehrsregelung innerorts
    - Errichtung von Fahrradstraßen in Städten und Kommunen
    - Mehr Tempo 30 auf Straßen und Tempo-30-Zonen - auch bei Ortsdurchgangsstraßen
    - Fahrradampeln an größeren Kreuzungen
  • Winterdienst auf den Hauptrouten bis sieben Uhr
  • Überdachte und diebstahlsichere Abstellanlagen an Schulen, Kindergärten und Bahnhöfen
  • Förderung von Lastenrädern durch die Gemeinden bzw. Stadt- oder Gemeindewerke
  • Erlass von Stellplatzsatzungen für Fahrräder durch die Gemeinden
  • Jährliche Fahrradtour initiiert durch den Landrat oder örtliche Bürgermeister mit interessierten Bürger*Innen
  • Mehr finanzielle Mittel des Freistaat Bayerns für den Radverkehrsausbau entlang der Staatsstraßen und für Radverkehrsprojekte

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass Petrus ein Einsehen hat und ein radfreundliches Winterwetter schickt, damit möglichst viele Radl-Demonstranten mit Spaß und guter Laune den Forderungen Nachdruck verleihen.

Der nächste Demo-Termin steht auch schon fest und kann in den Kalender eingetragen werden: Samstag, der 10. April 2021 wieder um 11.30 Uhr.
Kompakte Informationen hier ...

 

© ADFC Nürnberger Land 2021

Radtouren

Veranstaltungen

Patagonien - mit dem Rad auf der Carretera Austral

Mi, 01.12.2021 19:30 - 21:30
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Ort: Marthastraße 60, 90482 Nürnberg
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Patagonien - mit dem Rad auf der Carretera Austral (Kopie)

Mi, 01.12.2021 19:30 - 21:30
Fällt aus
Ort: Marthastraße 60, 90482 Nürnberg
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